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  Wirtschaft & Investitionen

Zur Anpassung der katarischen Wirtschaft an die veränderte Weltwirtschaft wurden zahlreiche Reformen eingeleitet. Diese dienten dem Ziel, die Wirtschaft zu konsolidieren und auf eine breitere Grundlage zu stellen, um der Abhängigkeit von einer einzigen Rohstoffquelle – Erdöl und Erdgas – vorzubeugen. Über diesen Weg hat sich Katar zu einer der stärksten Volkswirtschaften der Region entwickelt und in den vergangenen fünf Jahren ein beträchtliches Wachstum zu verzeichnen – ein Wachstum, dass die Inflation unter Kontrolle und den Wechselkurs dauerhaft stabil halten konnte.
Die freundschaftlichen Beziehungen Katars zu anderen Staaten haben den Außenhandel des Emirats – vor allem auf den asiatischen Märkten – sehr gefördert. Gefolgt von petrochemischen Erzeugnissen und Fertigprodukten stellen Erdöl und Erdgas einen Anteil von mehr als 93% der Exporte. Wichtigster Importeur katarischen Rohöls ist Japan, wichtigste Importeure von Kunstdünger und petrochemischen Erzeugnissen sind China und Indien.
Aufgrund attraktiver Gesetze und vielfältiger Investitionsanreize, seiner sozialen und politischen Stabilität, enger und ausgeglichener Verbindungen zu allen Staaten der Region sowie seiner strategischen Lage verfügt Katar über ein einzigartiges Investitionsklima. Katar weist eines der höchsten Pro-Kopf Einkommen der Welt auf und lag laut einem Report der Katarische National Bank im Juni 2007 bei 63,000 USD. Um die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung zu erhalten, verfolgt Katar eine flexible Wirtschaftspolitik, die in- und ausländische Investitionen fördert. Dies reicht von einer gut ausgebauten Infrastruktur über nominale Pachtkosten für Land in den Industriegebieten bis hin zu einer Steuerbefreiung auf importierte Maschinen.
Die katarischen Wirtschaftsgesetze sollten ein attraktives Umfeld für ausländische Investoren schaffen, das die wirtschaftliche Integration mit den Nachbarstaaten fördert und letztlich in der Lage ist, die nationale Wirtschaft vor schädlichen Einflüssen zu bewahren.
So etwa regelt eine im Jahr 2000 erlassene Vorschrift ausländische Direktinvestitionen in verschiedenen Sektoren und legt fest, dass diese Investitionen – egal ob sie in Form von Bargeld, Sachleistungen oder Aktien getätigt werden – einem finanziellen Gegenwert entsprechen. Weiter werden die Höhe der zu Investitionszwecken ins Land gebrachten Gelder, der Erlöse, Gewinne und angewachsenen Rücklagen aus ausländischen Investitionen in einem bestimmten Bereich sowie nicht-körperschaftliche Rechte wie Lizensen, Patente und im Land registrierte Handelsmarken festgelegt. Vorausgesetzt sie verfügen über einen katarischen Partner, der einen Kapitalanteil von nicht weniger als 51% hält, dürfen ausländische Investoren laut diesem Gesetz in allen Sektoren der katarischen Volkswirtschaft tätig sein. Der Minister für Wirtschaft und Handel ist laut Gesetz zudem autorisiert, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen, so dass ausländische Investoren einen 100%-Anteil an Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Industrie, Gesundheit, Bildung, Tourismus, Energie, Bergbau und Entwicklung von natürlichen Ressourcen halten dürfen, so lange diese Aktivitäten mit den Entwicklungsplänen des Landes in Einklang stehen. Das Gesetzt verbietet ausländische Investitionen in die nationalen Banken, Versicherungsunternehmen, Handelsvertretungen und Grundbesitz. Als Investitionsanreiz ist Ausländern jedoch gestattet, zu Investitionszwecken Land über einen Zeitraum von 50 Jahren zu pachten.
Ausländisches Kapital ist laut Gesetz bis zu 10 Jahre nach Aufnahme eines Projekts von der Einkommensteuer befreit. Importierte, zur Grundausstattung gehörende Maschinen und Ausrüstungsteile sind ebenso von Einfuhrzöllen befreit wie Rohstoffe und Halbfertigwaren im Industriesektor, die zur Produktion benötigt werden, auf dem katarischen Markt aber nicht erhältlich sind.
Katar richtet zahlreiche internationalen Messen und Geschäftskonferenzen aus, um die Handelsbeziehungen zu anderen Staaten anzukurbeln.
1993 wurde die katarische Zentralbank (QCB) gegründet, die Nachfolgeinstitution der 1973 eingerichteten Währungsbehörde. Eine der Hauptaufgaben der Zentralbank ist es, den Finanzmarkt zu organisieren, zu kontrollieren und dessen Stabilität zu sichern. Seit 1995 hat die QCB die Zinssätze liberalisiert und den Handelsbanken damit freigestellt, die Obergrenze ihrer Zinssätze selbst zu bestimmen. Es gibt mehr als 37 – staatliche und kommerzielle – Banken in Katar. Außerdem haben zwei islamische sowie zahlreiche arabische und ausländische Geldinstitute Niederlassungen im Emirat..

>> Weitere Informationen:
Ministerium für Wirtschaft und Handel
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